Zuckerarten und Süßstoffarten

Zuckerarten und Süßstoffarten

Beitragvon tygress » Sa 13. Feb 2010, 20:30

Saccharose: Auch besser als Haushaltszucker bekannt. Saccharose sollte vor allem in der Anfangszeit der Fruktosediät gemieden werden, da Saccharose zu 50% aus Fruktose besteht.

Traubenzucker/Dextrose/Glukose:
Auch wenn der Name Traubenzucker böses vermuten lässt ist es tatsächlich der einzig unbedenkliche Zucker bei Fruktoseintoleranz. Traubenzucker ist reine Glukose und damit der verträgliche Zucker bei Fruktoseintoleranz.

Honig: Honig sollte auch immer gemieden werden, da er zu 75% aus Fruktose besteht

Glukosesirup
:
Eigentlich lässt die Bezeichnung “Glukose” eindeutig vermuten das es sich hierbei um reinen Traubenzucker handelt. Dies ist leider nicht korrekt. Die Lebensmittelindustrie nutzt hier eine kleine Lücke in der Deklarationspflicht. Alles was unter 5% liegt muss nicht extra angegeben werden. So auch beim Glukosesirup. Daher kann der Sirup bis zu 5 % Fruktose enthalten. Um Gewissheit zu haben, muss man sich an die Herstellerfirma wenden und nachfragen was in deren Sirup drin ist.

Malzzucker:
Malzzucker wird aus Stärke gewonnen und wird im Körper in Glucose umgewandelt. Hier “nur” Vorsicht geboten wenn man Zöliakie oder eine Maisallergie hat.

Maltodextrin:
ist bei Fruktoseintoleranz auch okay, da es ebenfalls nur in Glucose umgewandelt wird.

Oligofruktose: Oligofruktose ist einfach gesagt 2-fach Fruktose. Diese findet sich vor allem in probiotischen Produkten wieder und wird dort auch nicht immer angegeben (z.B, Minus L Joghurt im Eimer

Isomalt: besteht u.a. auch aus Sobitol und sollte somit ebenfalls gemieden werden

Mannit/-ol (E 421):
Mannit bzw. Mannitol wird aus Fruktose hergestellt. Daher sollte es auf jeden Fall gemieden werden

Sorbit/-ol oder Glucitol (E420):
Sorbit wird im Darm genauso wie Fruktose behandelt. Daher sollte man es als Fruktoseintoleranter immer meiden.

Xylit/-ol (E697): Xylit ist bei FI wirklich okay. Allerdings sollte man nur sehr geringe Mengen zu sich nehmen, da es sonst stark abführen wirkt. Man kann den Körper aber an größere Mengen gewöhnen

Sirup: Sirup wird zumeist aus Zucker hergestellt und ist somit bei FI nicht geeignet. Einzig Glucosesirup ist okay, wenn er aus reiner Glukose besteht. Leider gibt es reinen Glukosesirup nicht direkt zu kaufen und ist zudem sehr teuer

Dicksaft: Dicksaft ist ein Zwischenprodukt der Zuckerherstellung. Somit wird er aus Zuckerrüben hergestellt und ist bei Fruktoseintoleranz absolut ungeeignet

Fruchtmark:
Der Name lässt schon schlimmes vermuten und so ist es auch. Fruchtmark enthält konzentrierte Fruktose und sollte daher auch unbedingt gemieden werden.

Stevia: Stevia ist eine Pflanze die 300-400 mal süßer ist als Zucker. Ursprünglich wurde es in Südamerika angebaut. Inzwischen ist China der größte Steivia-Produzent weltweit. Stevia hat keinen Fruchtzucker. Eigentlich hat Stevia gar nix. Es ist einfach nur süß.
Derzeit ist Stevia in der EU immer noch nicht als Lebensmittel zugelassen und daher nur als Kosmetikartikel zu kaufen. Stevia hat eine Kariesreduzierende Wirkung, zusätzlich ist es u.a. Blutdrucksenkend und auch für Diabetiker geeignet. In Japan ist Stevia seit über 20 Jahren als Lebensmittel zugelassen und dort in Produkte wie z.B. Coca Cola zu finden.
Stevia gibt es klassisch als geschrotete Blätter (diese schmecken leicht nach Laktriz), Als weißes Pulver, das Steviosid (die süßeste Stevia form) und als flüssiges Stevia. Zum alltäglichen Gebrauch ist das flüßige Stevia am besten geeignet.


ROT: ungeeignet
ORANGE: kann gehen wenns die richtigen zutaten sind
GRÜN: Geeignet
Ich habe keine medizinische Ausbildung, meine Erzählungen basieren auf meinen persöhnlichen Erfahrungen und angelesenem Wissen!!
tygress
Benutzer gesperrt
 
Beiträge: 131
Registriert: Sa 21. Nov 2009, 15:48

Zurück zu Allgemeine Diskussion zum Thema Fruktose- und Sorbit-Intoleranz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron