Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon mayflower » Mo 2. Aug 2010, 19:11

Hallo Ihr Lieben!

Nächsten Montag gehe ich ja nun ins Krankenhaus und die haben noch keine richtige Ahnung von mir und dem, was ich will. Jetzt überlege ich, was ich denen erzähle und ob ich Vorschläge zu Untersuchungen machen soll.

Selbstverständlich erzähle ich denen meine Krankengeschichte, wie sich alles so entwickelt hat und wie der aktuelle Stand ist.

Beschwerden habe ich derzeit folgende:

- ständige Bauchschmerzen bzw. Bauchkrämpfe
- häufige, z.T. starke Blähungen oder Krämpfe von nicht abgehender Luft im Bauch
- erhöhte Stuhlfrequenz und Durchfallattacken
- tagsüber z.T. extreme Müdigkeit mit Einschlafattacken (z.B. im Auto, Zug, Kino...)
- nachts Schlafstörungen, Wachliegen, frühes Aufwachen, Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- starke Wetterfühligkeit (verbunden mit Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufproblemen)
- Bläschen- und Quaddelbildung an den Händen (Fingergelenke) bei starker Hitze oder Kälte z.T. verbunden mit Schmerzen beim Fingerknicken
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Gewichtsverlust, den ich inzwischen wieder halbwegs ausgeglichen habe, aber noch immer untergewichtig bin
- häufiges Frieren
- Naselaufen, Niesattacken, Halsschmerzen (ohne wirkliche Erkältung)
- allgemeine Schlappheit und Krankheitsgefühl

Bestimmte Symptome kann man auf Ernährungsfehler zurückführen, die sich aus der nicht richtigen Beherrschung der Diät bei FI, LI, HI und chronischer Gastritis ergeben, da ich insbesondere zur HI keine Beratung hatte und mir nur alles selbst angeeignet habe. Außerdem wird die Gastritis nicht behandelt und ich bekomme auch keine AHs.

Bei den Erkrankungen wurden ja viele bekannte Sachen schon getestet und ausgeschlossen, so z.B. Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Eine Magen- und Darmspiegelung brauche ich meiner Ansicht nach nicht nochmal.

Aber wie steht es mit Leber, Galle, Mils, Bauchspeicheldrüse? Habt ihr schon mal von der Systemischen Mastozytose gehört? Die passt von den Symptomen auch erstaunlich gut... Ebenso wäre eine Schilddrüsenerkrankung denkbar.

Was meint ihr? Kommt das vielleicht blöd an, wenn man sagt, wonach die schauen sollen?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
strubbel
Probleme? Das Problem bin ich! Bild
Benutzeravatar
mayflower
Aktiver Benutzer
Aktiver Benutzer
 
Beiträge: 1362
Registriert: Mi 3. Feb 2010, 19:52
Wohnort: bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon Arturius » Mo 2. Aug 2010, 20:43

Hallo mayflower,

wichtig wäre, zu beschreiben welche Beschwerden man hat und wie man diese reproduzieren kann.
Ausserdem würde ich genau sagen welche Diagnose bereits bestätigt wurde und bei welcher nur ein Verdacht besteht (HI).

Ich würde denen im Krankenhaus nicht unbedingt auf die Nase binden wonach die suchen sollen, da reagieren die Ärzte meistens sehr allergisch drauf.
Schilddrüse, Diabetes, Mastozydose, etc., kann man relativ schnell ausschliessen, da gibt es gute Diagnose möglichkeiten.

Die Beschwerden sind typisch für eine grosse Anzahl an Krankheiten, von daher benötigt man da auch einiges am Glück um die eigentliche Ursache zu finden.

Bei mir z.B. hat sich jetzt durch Zufall herausgestellt, dass ich an PsA leide. Und da hatte ich nur Glück, dass ich den richtigen Orthopäden gefunden habe.

Gruß, A.
Meine Beiträge basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und meinen eigenen Recherchen.
Ich bin kein Arzt und besitze keine fachmedizinische Ausbildung.


# FAQ für Gäste und Anfänger # * # Forumsregeln #
Benutzeravatar
Arturius
Administrator
Administrator
 
Beiträge: 587
Registriert: Sa 21. Nov 2009, 01:47
Wohnort: Frankfurt /Main

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon mayflower » Di 3. Aug 2010, 19:58

Danke dir. Ich denke auch, dass Ärzte es nicht mögen, wenn man ihnen "Vorschriften" macht.

Ich bin dabei ausführlich zu notieren, welche Beschwerden ich habe, welche Dinge bereits getestet wurden und mit welchem Ergebnisse, welche Lebensmittel vermutlich kritisch sind und was ich derzeit überhaupt esse. Ich hoffe, dass die dann damit etwas anfangen können.

Drückt mir einfach die Daumen, dass IRGENDWAS herauskommt und nicht wieder alles nur ohne Ergebnis verläuft.
Probleme? Das Problem bin ich! Bild
Benutzeravatar
mayflower
Aktiver Benutzer
Aktiver Benutzer
 
Beiträge: 1362
Registriert: Mi 3. Feb 2010, 19:52
Wohnort: bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon mayflower » Mi 4. Aug 2010, 19:06

Tja, so schnell kann es gehen...

Heute wurde ich vom Krankenhaus angerufen. Dort hätte man sich besprochen und empfiehlt mir, bei einem niedergelassenen Arzt eine Magen-Darmspiegelung machen zu lassen. Ich wieß draufhin, dass ich davon schon genug in der Vergangenheit hatte. Ich habe dann ein bisschen mit ihr herumdiskutiert und ihr erklärt, welche Beschwerden ich habe und warum ich ins Krankenhaus will. Daraufhin wollte man sich dort nochmals besprochen und mich ggf. zurückrufen.

Das erfolgte dann später. Diesmal erklärte sie mir, dass man auch nur eine Magen- und Darmspiegelung dort machen würde und da ich das schon hatte, wüssten sie auch nicht, was man sonst noch machen soll. Ich hab dann nochmal auf mögliche Stoffwechselerkrankungen und andere Ursachen, die man finden könnte, hingewiesen, woraufhin mir die Dame erklärte, dass man dafür keine Anhaltspunkte sehen würde. Na klasse.

Das Ende vom Lied ist, dass sie mir gesagt hat, dass ich am Montag nicht kommen soll. Ich hab dann gesagt, dass ich das nochmals mit meinem Internisten besprechen würde, was ich aber erst morgen tun kann, weil der heute nachmittag keine Sprechstunde mehr hatte.

Bin ich sauer! Mir geht es zum Teil voll elend, ich habe jeden Tag Bauchschmerzen und Blähungen, esse kaum noch was vernünftiges geschweige denn abwechslungsreiches und werde langsam schon richtig depressiv und agressiv und der einzige Lichtblick - die Krankenhausbehandlung mit intensiver "Fehlersuche" - wir mir jetzt verwehrt. Das kann doch nicht sein, oder????

Was mache ich denn jetzt....
Probleme? Das Problem bin ich! Bild
Benutzeravatar
mayflower
Aktiver Benutzer
Aktiver Benutzer
 
Beiträge: 1362
Registriert: Mi 3. Feb 2010, 19:52
Wohnort: bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon Kruemel » Mi 4. Aug 2010, 19:19

Huhu meine liebe..

oh man.. okeee..

Also nun versuch erst mal ruhig zu bleiben, warum die dir das nun verwehren das versteh ich nun auch net ganz.. :doh:

Eine Magen-Darm Spiegelung macht nur sinn ( wenns man auf CED untersucht) wenn du akut im Schub bist..
Sprich wenn du gerade Probleme hast..

Hattest du den mal Blut im Stuhl?
Schleim im Stuhl?

Blutuntersuchungen, erhöhter CRP?

Ich würde an deiner stelle bei der Krankenkasse anrufen und mir einen Allergologen oder Gastroenterologen empfehlen lassen..
Beschreib dennen deine Situation.. die solln dir ne Adresse geben eines Kompetenten doc´s..
Das macht auf dauer keinen Sinn so, weil du wissen musst ob nun NMUS vorliegen oder nicht..
Wenn sie ne Ced vermuten dann solln se das untersuchen und dann ausschließen oder eben behandeln..

Ich wünsche dir viel Kraft und lass nicht locker auch wenns im Moment schwierig is :knuddel:
Schon mal an nen Darmflorastaus mit anschließenden Darmaufbau gedacht?

Liebe Grüße
Krümel :winkew:
*"Wer Schmetterlinge lachen höhrt, der weiß wie Wolken schmecken"*
Ich habe keine medizinische Ausbildung, meine Erzählungen basieren auf meinen persöhnlichen Erfahrungen und angelesenem Wissen!!
Benutzeravatar
Kruemel
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 1308
Registriert: Di 15. Dez 2009, 23:46
Wohnort: Bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon Arturius » Mi 4. Aug 2010, 22:48

hallo mayflower,

kopf hoch, lass dich net unterkriegen.
Unser Gesundheitssystem ist leider so schlimm geworden.
Die Ärzte wollen sich mit den NMU's nicht beschäftigen, weil es viel Zeit kostet und wenig Geld bringt, asserdem kennen sich die meisten damit leider gar nicht aus.
So ähnliche Erfahrungen machen wir NMU'ler leider andauernd.

Wenn du unbedingt in eine Klinik möchtest, da kann ich dir nur die Ernährungsklinik auf Borkum empfehlen, die ist speziel auf sowas eingestellt.
Ich habe hier schon mal irgendwo ein Link dazu gepostet.

Gruß, A.
Meine Beiträge basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und meinen eigenen Recherchen.
Ich bin kein Arzt und besitze keine fachmedizinische Ausbildung.


# FAQ für Gäste und Anfänger # * # Forumsregeln #
Benutzeravatar
Arturius
Administrator
Administrator
 
Beiträge: 587
Registriert: Sa 21. Nov 2009, 01:47
Wohnort: Frankfurt /Main

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon mayflower » Do 5. Aug 2010, 19:58

Hallo ihr beiden.

Eine CED wurde ja bereits ausgeschlossen. Meinem Internisten ging es um die Abklärung von Stoffwechselerkrankungen, dafür sehen die im Krankenhaus aber keine Anhaltspunkte (weil die mich ja auch schon gesehen und gesprochen haben). Mein Internist will jetzt nochmal mit der Chefärztin sprechen, was bis morgen mittag passieren muss.

Ich gebe aber zu, dass ich auf den Krankenhausaufenthalt nun keinerlei Lust mehr habe, wenn es schon vorher so anfängt...
Probleme? Das Problem bin ich! Bild
Benutzeravatar
mayflower
Aktiver Benutzer
Aktiver Benutzer
 
Beiträge: 1362
Registriert: Mi 3. Feb 2010, 19:52
Wohnort: bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon mayflower » Mi 18. Aug 2010, 13:22

Mal ein kleines Update zum Thema Krankenhaus:

Nachdem ich ja vom Krankenhaus "ausgeladen" worden war und mein Internist dort nichts erreicht und sich auch bei mir nicht mehr gemeldet hat, bin ich nun letzten Montag (also am 09.08.) nicht ins Krankenhaus gegangen. Ich habe auch beim Internisten nicht angerufen, weil mir am Freitag mittag (06.08.) kurz vor Ende der Sprechstunde eine Sprechstundenhilfe in einem "netten" Ton am Telefon sagte, er würde mich anrufen, wenn er die Chefärztin gesprochen hat. Heute rief mich dann mein Internist an und erklärte, er hätte jetzt (gestern nachmittag) mit ihr sprechen können. Sie meinte, dass es für mich ja eh nicht sinnvoll, sondern nur frustrierend gewesen wäre ins Krankenhaus zu gehen und dort hätten sie die gleichen Tests gemacht, die ich schon hatte. Sie empfiehlt mir mich an einen Prof. Zipfel in Tübingen zu wenden. Der ist spezialisiert auf psychosomatische Krankheiten und diese Richtung vermutet sie bei mir. Mein Internist fragte mich dann noch, wie es mir gehe und ich habe kurz geschildert, dass es mir in den letzten Wochen ziemlich elend ging und ich nun seit dem Wochenende eine u.a. glutenfreie Ernährung begonnen hätte und mir scheint, als würde es ein wenig bringen (hatte gestern und vorgestern abend keine Bauchkrämpfe und bin auch nicht morgens von solchen geweckt worden - das hatte ich nun schon ewig nicht mehr), aber dies müsse man erstmal abwarten. Ich meinte, ich würde ein paar Wochen schauen und mich dann wieder melden. Er hat sich dann vor allem Gedanken um mein Gewicht gemacht, dass ich ja nicht abnehme.

Nach dem Telefonat hat mich dann erstmal die Wut überkommen: Wie kommt eine Frau, die mich noch nie gesehen und auch noch nie mit mir gesprochen hat, dazu, solche Thesen aufzustellen???? Ich finde es wirklich eine Unverschämtheit, dass man sofort in die Psycho-Ecke geschoben wird, nur weil die bisherigen Tests nicht so ergiebig waren. Es sind noch eine ganze Reihe Dinge nicht untersucht worden und die will man einfach nicht machen. Es ist wirklich zum Ausrasten! Was für Menschen sind denn diese Ärzte eigentlich (okay, dazu gibt es schon ein anderes Thema...)? :twisted:

Ich bin jedenfalls inzwischen richtig sauer auf sämtliche Ärzte und setzen nun alle Hoffnungen auf meinen Termin beim Heilpraktiker nächsten Montag. Soweit bin ich nun also schon... :doh:
Probleme? Das Problem bin ich! Bild
Benutzeravatar
mayflower
Aktiver Benutzer
Aktiver Benutzer
 
Beiträge: 1362
Registriert: Mi 3. Feb 2010, 19:52
Wohnort: bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon Kruemel » Mi 18. Aug 2010, 13:29

Hallo meine liebe,

Heilpraktiker is super.. ABER bitte lass dir da kein Quatsch erzähln..
Ich hoffe das du einen gefunden hast der Ahnung hat und net einfach irgendwas macht...
Gerade bei denen muss man sehr die Spreu vom Weitzn trennen ;) ( meine persöhnliche Erfahrung)

ich wünsche dir viel Kraft und drücke dir wahnsinnig fest die Daumen das du nen guten erwischt hast.. :friends:

liebe Grüße
Krümel
*"Wer Schmetterlinge lachen höhrt, der weiß wie Wolken schmecken"*
Ich habe keine medizinische Ausbildung, meine Erzählungen basieren auf meinen persöhnlichen Erfahrungen und angelesenem Wissen!!
Benutzeravatar
Kruemel
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 1308
Registriert: Di 15. Dez 2009, 23:46
Wohnort: Bei Stuttgart

Re: Was im Krankenhaus sagen und testen lassen?

Beitragvon Arturius » Mi 18. Aug 2010, 13:40

Ja, das kann ich dir sehr gut nachfühlen mayflower.
Wenn es dir unter glutenfreien Ernährung besser geht, dann spricht das immer mehr in Richtung HI.

Das Problem ist, HI-Verdacht wirkt bei Ärzten, wie Knoblauch oder Weihwasser, bei Vampiren ;)

In Deutschland gibt es kaum, bis gar keine Ärzte, die sich damit befassen wollen, können.

Da sind die Ärzte in der Schweiz um einiges weiter.

Als ich anfang des Jahres meine Leberbiopsie gemacht habe, hat mir der Leberspezialist erzählt,
dass er sowas mit seiner Schwester erlebt hat.
Der gings auch immer schlechter und kein Arzt konnte was finden.
Die haben 3 Jahre gebraucht um herauszufinden, dass es HI ist :shock: ,
und der ist ja selbst Gastroentorologe ;)

Ich denke das sagt schon einiges über das Wissen unserer Ärzte zum Thema HI.

Zum Thema Heilpraktiker, da muss ich Kruemi zustimmen, auf jeden Fall drauf achten, dass diese auch eine medizinische Ausbildung hat.
Da gibt es leider noch sehr viele, die mehr oder weniger Scharlatane sind ;)

Lass den Kopf nicht hängen, so lange wir selbst noch entscheiden, was wir essen, können wir einiges für uns tun ;)

Gruß, A.
Meine Beiträge basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und meinen eigenen Recherchen.
Ich bin kein Arzt und besitze keine fachmedizinische Ausbildung.


# FAQ für Gäste und Anfänger # * # Forumsregeln #
Benutzeravatar
Arturius
Administrator
Administrator
 
Beiträge: 587
Registriert: Sa 21. Nov 2009, 01:47
Wohnort: Frankfurt /Main

Nächste

Zurück zu Sonstiges zu Intoleranzen und Stoffwechselstörungen, weitere Krankheiten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron