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INFO: Histamin Intoleranz? Was ist das?

BeitragVerfasst: So 3. Jan 2010, 02:40
von Kruemel
Histamin Intoleranz

Histaminintoleranz ist eine Nahrungsmitteltunverträglichkeit.
Diese Form der Intoleranz wird als Pseudoallergie bezeichnet, weil sie keine Allergie ist aber man allergieähnliche Symptome hat.

Die Symptome einer Histaminintoleranz:

Beschwerden des Verdauungstraktes
-Durchfall
-Völlegefühl
-Blähungen
-Bauchschmerzen
-Müdigkeit nach dem Essen
-Erbrechen

Kopfschmerzen und Migräne

Hautausschlag

- Nesselsucht
- Hautrötungen
- erröten der Gesichts
- Quaddeln

Herzrhythmusstörungen
- Herzklopfen

Niederer Blutdruck
- Schwindel
- Übelkeit
- schwächegefühl
- Panikattaken

Schnupfen


- Nervosität
- Man fühlt sich erschöpft
- Konzentrationsschwäche
- Gliederschmerzen

Diagnose:

Bluttest
- Histaminspeiegel im Blut
- DAO Aktivität


Ein hoher Histaminspiegel im Blut kann auf eine Histaminintoleranz hindeuten.
Allerdings ist das keine eindeutige Diagnose, da der Wert des Histaminspiegels unter verscheidenden Faktoren schwankt.

DAO (Diaminoxidase) ist ein Enzym das Histamin abbaut.

Die Behandlung:

-eine Histaminarme Diät
- Vermeidung von alkoholischen Getränken
- Vermeidung von Lebensmitteln die Histamin freisetzen können (Histaminliberatoren)
- Evt. Einnahme von Antihistaminika
- Vermeidung von Medikamenten dir Histamin freisetzen können

Eliminationsdiät

Hierbei werden alle Lebensmittel die histaminreich und histaminauslösend sind vom Speiseplan gestrichen.
In der Regel verschwinden schon nach kurzer zeit die Beschwerden.

Wenn man beschwerdefrei ist kann ggf. einen Provokationstest machen.

Histaminreiche Lebensmittel sind z.B.:

- Geräuchertes Fleisch (z.B. Salami)
- Fisch: z. B. Markrele, Sardelle, Hering, Thunfisch, Hecht und Lachs
- Hefe
- Obst und Gemüse: z.B. Sauerkraut, Tomaten und Erdbeeren
- Alkohol
- Weizen und Soja
- Essig
- Schokolade und Kakao
- Laktosefreie Milch
- Kaffee und scharzer Tee

sowie alle Haltbar gemachten Lebensmittel (Konservendose und Glaß)

Histaminliberatoren
sind Lebensmittel die kein Histamin enthalten aber im Körper Histamin freisetzen.
das ist z.B.:

- Alkohol
- Eiweiß
- Fisch
- Erbeeren
- Schweinefleisch
Man sollte versuchen alle Lebensmittel so frisch wie möglich zu verarbeiten!


Antihistaminika:
Vorsorglich, aber auch wenn Beschwerden eingetreten sind kann man sich mit Antihistaminika behelfen.

Vorsicht ist auch bei verschiedenen Medikamenten angesagt!
Z.B.:

-Aspirin
-Mucosolvan
-Diclofenac
-Novalgin
-Radiologische Kontrastmittel

Re: Histamin Intoleranz

BeitragVerfasst: Do 7. Jan 2010, 21:33
von eliza
die Diagnostik möchte ich um "Methylhistaminbestimmung" (Sammelurin) ergänzen
Zitat:
Patienten mit manifester gastrointestinaler Allergie zeigen unter Vollkost eine Methylhistamin-Aus­scheidung über 6,5 µg/mmol Kreatinin/qm KO.
Nähere Info hierzu
Synlab Labor
http://www.synlab.de/frameset_usp/usp_weiden.htm

ich habe dort diese Laboruntersuchung durchführen lassen und der Methylhistaminwert war bereits unter histaminarmer Diät stark erhöht, so dass auf Untersuchung unter Vollkost verzichtet wurde!